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Schach-Lexikon

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Thema: Einführung in die Eröffnungsgrundlagen

1. Die Eröffnung

Als Eröffnung bezeichnet man die ersten ca. 10-15 Züge der Schachpartie. Da in dieser Phase bereits eine Vorentscheidung für den Ausgang der Partie fallen kann, z.B. durch einen Figurenverlust oder eine entstandene schlechtere Stellung,ist eine entsprechende Eröffnungsvorbereitung unerläßlich. Aufgrund der immer gleichen Anfangsstellung einer Schachpartie, hat man begonnen alle Anfangszüge von Partien zusammenzutragen und sie zu erforschen. Diese Züge hat man sortiert und gleiche Anfangszüge zu Eröffnungen zusammengefaßt und diesen Namen gegeben, z.B. von bekannten Meistern.

Zur Vorbereitung auf eine Partie, bei der man weiß wie der Gegner normalerweise beginnt, kann man sich nun mit der vorliegenden Eröffnungstheorie beschäftigen. Bei umfassenden Kenntnissen der jeweiligen Eröffnung, kann man zu Beginn der Partie viel Zeit sparen und Fehler vermeiden. Kennt man die Eröffnung nicht gut genug, kann man sich mit den unten aufgeführten Regeln weiterhelfen. Diese bilden auch die Grundlage für die Eröffnungstheorie.

2. Allgemeine Prinzipien in der Eröffnung

Die folgenden Prinzipien zeigen die Ziele der Eröffnungsphase:

  1. die rasche Entwicklung ist die Basis des Eröffnungsspiels, das heißt: die Leicht- und Schwerfiguren auf günstige Felder (Felder von denen aus sie möglichst viele Felder kontrollieren) stellen, normal in der Reihenfolge Springer, Läufer und dann Türme und Dame. Je mehr Figuren in das Spiel eingreifen, desto mehr Angriffsmöglichkeiten hat man.
  2. Eroberung des Zentrums mit Bauern und/oder Aufbau von Figurendruck gegen das Zentrum: anders ausgedrückt, Bauern im Zentrum (Felder d4, e4, d5 und e5) postieren und/oder Figuren so aufbauen, daß sie das Zentrum bedrohen.
  3. Gegnerische Pläne und die Entwicklung des Gegners behindern
  4. entstehende Bauernstruktur beachten, so schwächen z.B. Doppelbauern die Stellung. Von der Bauernstruktur hängt vor allem später viel von ab.
  5. Beherrschen eines möglichst großen Raumes, je mehr Felder man beherrscht, desto mehr Bewegungsspielraum hat man.

3. Einfache Regeln

Die folgenden Regeln sollen helfen, die oben genannten Ziele zu erreichen:

  1. der erste Zug von Weiß sollten mit einem der Zentrumsbauern erfolgen (e- oder d-Bauer)
  2. mit derselben Figur nicht zweimal hintereinander zweimal ziehen, es sei denn es liegen sehr gute Gründe vor
  3. keine prophylaktischen Züge mit den Randbauern, besser rasche Figurenentwicklung
  4. Nicht vorzeitig mit der Dame ziehen, vom Standort der Dame wird der Verlauf der Partie bestimmt. Außerdem kann der Gegner, wenn die Dame gleich zu Beginn herauszieht, diese über das Feld hetzen.
  5. keinen unvorbereiteten Angriff beginnen, sonst ist auf einmal der Gegner schneller mit seinem Angriff als man selber
  6. nicht auf Bauerngewinn spielen, besonders bei offenen Spielen hat ein Entwicklungsvorteil oft entscheidende Bedeutung, in der Eröffnung ist ein Tempo oft wichtiger als ein Bauer.
  7. Möglichst früh die Möglichkeit zur Rochade schaffen, dies bringt den König in Sicherheit und einen Turm ins Spiel

4. Noch ein paar wichtige Regeln

Regel von Steinitz

Wer einen Vorteil besitzt muß angreifen, sonst verliert er seinen Vorteil!

Allgemeine Stellungsbewertung

Wenn Schwarz den Gegner in der Entwicklung überflügelt, ist es günstig für ihn, das Spiel zu öffnen.

Unter dem öffnen eines Spiels versteht man den Abtausch von Figuren und Bauern mit dem Ziel, den Weg für Angriffe freizumachen.

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