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Schach-Lexikon

ChessUnderground

Thema: Die Notation

1. Grundgedanken

Wir haben bisher schon die Nummerierungen der Reihen und die Bezeichnungen der Linien mit Buchstaben verwendet um uns bei der Besprechungen von Aufgaben und Lösungen zu verständigen. Diese Bezeichnungen werden aber auch dazu verwendet Schachpartien aufzuzeichnen.

Dies geschieht zum einen um die Partien hinterher nachzuspielen und analysieren zu können, zum anderen aber auch, um während der Partie bei Streitfällen (z.B. Stellungswiederholung) die Einhaltung der Regeln kontrollieren zu können.

Die Aufzeichnung der Züge findet üblicherweise auf sogenannten Partieformularen statt, die vom Turnierveranstalter zur Verfügung gestellt werden. Auf diesen Formularen werden Name und Datum des Turniers, die Namen der Spieler und in vorgefertigten Felder, die mit den Zugnummern versehen sind, die Züge notiert.

Wir beschäftigen uns in diesem Arbeitsblatt mit den Figurenkürzeln für die deutsche Sprache, in anderen Sprachen haben die Figuren andere Abkürzungen, so wird die Dame von englischsprachigen Spielern mit einem "Q" (Queen=Königin) bezeichnet. In Büchern die international verstanden werden sollen, verwendet man daher die Symbole, die wir auch in den Diagrammen verwenden.

2. Notationssymbole

Zur Aufzeichnung der Züge verwendet man festgelegte Symbole. Die Figuren werden mit ihren Anfangsbuchstaben abgekürzt. Darüber hinaus gibt es einige weitere Symbole für einige Besonderheiten. Die verwendeten Symbole sind in den beiden folgenden Tabellen zusammengefasst.

Abkürzung der Figuren: weitere Abkürzungen:
Figur Abkürzung
König K
Dame D
Türme T
Läufer L
Springer S
Bauern (B)
Aktion Abkürzung
Kleine Rochade 0-0
Große Rochade 0-0-0
schlägt x
Schach +
Matt #
En-passant Schlagen e.p.
Remisangebot (=)

3. Aufbau der Notation

Die Aufzeichnung jeden Zuges ist nach dem folgenden Schema aufgebaut:

  1. Abkürzung der Figur aus obiger Tabelle, bei Bauern wird dieser Buchstabe üblicherweise weggelassen
  2. Bezeichnung der Linie des Ankunftfeldes als Kleinbuchstabe
  3. Nummer der Reihe des Ankunftfeldes

Sollte bei dem Zug eine Figur geschlagen werden, so wird zwischen der Figurenabkürzung und dem Ankunftsfeld, wie in der obigen rechten Tabelle aufgeführt, ein "x" eingefügt. Handelt es sich um ein Schachgebot, so wird ein "+" an das Ankunftsfeld angehängt, bei einem Matt wird das "+" durch ein "#" ersetzt. Wird ein Bauer en-passant geschlagen, so wird an das Ankunftfeld ein "e.p." angehängt. Erhält man ein Remisangebot, so wird dies durch ein Gleichheitszeichen in Klammern hinter dem Zug kenntlich gemacht.

Schlägt ein Bauer eine andere Figur, so wird zunächst die Herkunftslinie des Bauern notiert, dann folgt ein "x" als Zeichen das eine Figur geschlagen wurde und dann das Ankunftsfeld mit Linien- und Reihenbezeichnung.

Können zwei Figuren der gleichen Art von einer Farbe auf das Ankunftsfeld ziehen, so wird nach dem Symbol für die Figur entweder die Herkunftslinie oder die Herkunftsreihe notiert, je nachdem was aussagekräftiger ist. Stehen zum Beispiel zwei Türme auf der achten Reihe und einer der Türme zieht auf das Feld e8, so verwendet man die Linie, von der der Turm kommt. Würden die Türme beide auf der e-Linie stehen, so würde die Herkunftsreihe verwendet.

Da bei der Rochade zwei Figuren gleichzeitig ziehen, gibt es für diesen Zug ein eigenes Symbol. Bei der kurzen Rochade notiert man "0-0", bei der großen Rochade "0-0-0". Die Anzahl der Nullen repräsentiert die Anzahl der Felder zwischen König und Turm zu Beginn des Zuges.

Zieht ein Bauer auf die gegnerische Grundreihe, so verwandelt er sich ja ein eine andere Figur. Dies wird in der Notation dadurch kenntlich gemacht, daß das Symbol der Figur, in die sich der Bauer verwandelt, unmittelbar an das Ankunftsfeld angehangen wird.

4. Beispiele

  • e4             ein Bauer ist auf das Feld e4 gezogen
  • Sf3            ein Springer ist nach f3 gezogen
  • Lxc4           ein Läufer hat eine Figur auf c4 geschlagen
  • dxe5           ein Bauer von der d-Linie hat eine Figur auf e5 geschlagen
  • 0-0             es wurde die kurze Rochade ausgeführt
  • Df7+           die Dame bietet auf f7 dem gegnerischen König Schach
  • Txh7#         der Turm hat auf h7 geschlagen und damit den gegnerischen König mattgesetzt
  • gxh6 e.p.     der weiße Bauer von g5 zieht nach h6 und schlägt den schwarzen Bauern auf h5 "en passant"
  • axb8D+       der Bauer von a7 schlägt auf b8, verwandelt sich in eine Dame und bietet Schach
  • Sfxd7          der Springer von der f-Linie schlägt auf d7

Auf dem folgenden Aufgabenblatt können wir nun das eben gelernte anwenden. Aufgabenblatt A/G0011

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